wir sind

Axel Huck

Das Osterfest 2006 hat mein Leben verändert. Etwas Unglaubliches und völlig Unvorstellbares ist passiert. Mein ältester Sohn ist in der Nacht zum Ostermontag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Seitdem begleitet mich das Thema Trauer.

Ich bin verheiratet, Vater von 3 Söhnen, und lebe in Wiesbaden. Mein berufliches Engagement habe ich selbstbestimmt und deutlich vor Erreichen der Regelaltersgerenze zum 31.12.2016 beendet und meinem Leben danach eine völlig neue Ausrichtung gegeben.

Im vergangenen Jahr habe ich begonnen, aktiv in der Trauerbegleitung tätig zu werden und betroffene Mütter und Väter im Trauerprozess zu begleiten. 

Ebenfalls in 2021 habe in eine Ausbildung begonnen und eine Zertifizierung des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID) erhalten.

Ulrich Munck

Bis zum 20. April 2013 waren wir eine ganz normale Familie. Mutter, Vater, 3 Kinder, darunter ein Zwillingspärchen. An diesem Tag starb unser Sohn mit 18 Jahren nach einer Krebserkrankung.

Ich war nicht mehr Willens und nicht mehr in der Lage meinen Job als Leitender Angestellter eines internationalen IT-Unternehmens weiterzuführen. Kurz darauf wurde ich in den BR/GBR gewählt.

Mit Mitarbeitenden und KollegInnen im Gespräch zu sein, war mir immer wichtig. Das spiegelt auch meine ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde.

Nach 8 Jahren der Bearbeitung meiner eigenen Trauer habe ich beim VEID die Ausbildung absolviert und begleite nun Trauernde.

Die Begleitung von verwaisten Eltern - inbesondere der Väter - liegt mir am Herzen.

Nicht nur aus meinem eigenen beruflichen Erleben, sondern auch aus vielen Gesprächen mit Betroffenen, sehe ich den Bedarf, in Unternehmen ein Bewusstsein im Umgang mit Trauer zu etablieren.